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Gottes Aue
seit 2010

Mehr als hundert Jahre lang sicherte der Braunkohlebergbau im Umland der kleinen Stadt B. die Stromversorgung der örtlichen Betriebe. Von den kostengünstigen Brennstoffvorkommen profitierte vor allem die chemische Industrie, deren wirtschaftliche Erfolge die Einheimischen für lange Zeit mit einem Gefühl der Bedeutsamkeit erfüllte. Vor gut fünfundzwanzig Jahren allerdings stellten umfassende gesellschaftliche Veränderungen die Produktionsbedingungen und die Konkurrenzfähigkeit des Standortes infrage. Viele Fabriken mussten daraufhin geschlossen werden, kurze Zeit später wurde auch der Bergbau eingestellt.

Einige Bewohner von B. verzweifelten an diesem Wandel, etliche zogen weg. Andere wiederum vertrauten darauf, dass der zuletzt glücklosen Geschichte ihrer Heimat eine Wendung gegeben sein könnte. Vor allem die Flutung und Bewaldung des größten, einst bis an die Stadtgrenze reichenden Tagebaus Gottes Aue nährte diese Hoffnung. Heute sind fast alle ehemaligen Kohlegruben mit Wasser gefüllt und renaturiert. Manche Gegenden in der Nähe der Stadt wirken dadurch geradezu vorindustriell und beschaulich.“